Der Exit Readiness Radar prüft Unternehmen entlang von 15 Prüffeldern aus Käuferperspektive und verortet das Ergebnis im Marktkontext. Das Ergebnis ist keine weitere Checkliste, sondern ein substanzieller Befund samt Roadmap zur Umsetzung — jedes Finding mit klarem Zeithorizont, priorisiert nach Preisrelevanz und Komplexität.
— und die alle denselben Ursprung haben: mangelnde Vorbereitung. Ein erheblicher Teil der Sell-Side-Mandate startet schlechter vorbereitet in den Prozess als notwendig. Das Ergebnis sind Preisabschläge in der DD, längere Prozesszeiten, Earnouts und manchmal geplatzte Deals.
Überraschungen, die den Deal kippen
In Woche 6 stellt sich heraus: Der CTO hat keinen Wettbewerbsschutz, die Kern-Software läuft auf einem Lizenzvertrag ohne Übertragungsklausel, drei Schlüsselkunden machen 58 % des Umsatzes. Jedes dieser Themen wäre lösbar gewesen — zwölf Monate vorher.
Verhandlung aus der Defensive
Der Käufer legt seine DD-Findings auf den Tisch — strukturiert, durchnummeriert, mit Preisimplikation. Der Verkäufer sieht die Liste zum ersten Mal. Ab diesem Moment bestimmt die Käuferseite Tempo, Agenda und Preis. Nicht weil die Findings gravierend wären — sondern weil der Verkäufer keine vorbereitete Antwort hat.
Datenraum ohne Substanz
Der Mandant liefert 80 % der Dokumente — aber nicht die 20 %, die der Käufer zuerst prüft. Gesellschaftervereinbarungen fehlen, IP-Zuordnungen sind unklar, Mietverträge nicht übertragbar. Der Käufer zieht Schlüsse, bevor die erste Frage gestellt ist.
Nacharbeit statt Closing
Statt Signing: drei Monate Nachbesserung bei Finanzdaten, Verträgen, Compliance-Dokumentation. Der Berater investiert unverhältnismäßig Zeit — bei gleicher Fee. Der Mandant verliert Vertrauen. Der Käufer verhandelt neu.
Die Idee
Was, wenn der Mandant deal-ready in den Prozess käme?
Der Datenraum steht. Die Risiken sind adressiert. Der Käufer findet, was er erwartet — und nichts, was Störgefühle verursacht.
Die Vorbereitung findet vor dem Prozess statt, nicht währenddessen.
01
Käufer-Logik als Maßstab
Jede Frage bildet ab, was ein Käufer in der DD prüfen wird. Nicht was auf einer Checkliste steht — sondern was den Deal beeinflusst.
02
Priorisiert nach Preisrelevanz
Ein fehlendes Organigramm ist kein Dealbreaker. Ein ungeklärter IP-Übertrag schon. Jedes Finding wird danach bewertet, ob es den Kaufpreis bewegt.
03
Kalibriert auf die Branche
Das Assessment bildet Branchenspezifika ab — kein Einheitsfragebogen.
04
Im Marktkontext verortet
Das interne Reifebild wird gegen Branchen-KPIs, Multiplikatoren-Kontext und Markttrends gespiegelt — so wird sichtbar, wo das Unternehmen extern angreifbar ist, unabhängig vom internen Level.
Künstliche Intelligenz über den gesamten Radar — vor, während und nach dem Assessment
Der Exit Readiness Radar setzt KI an drei Stellen ein: Sie bereitet das Assessment aus den Unterlagen des Mandanten vor, prüft die Antworten über Prüffelder hinweg auf Widersprüche und liefert beim Exposure-Abgleich den aktuellen Marktkontext. Der Berater behält die Kontrolle und justiert.
Vorab · Dokumentenanalyse & Pre-FillOCR und KI-Auswertung von Geschäftsberichten, Verträgen und Reportings entlang aller 110 Master-Fragen — belegte Vorbewertung mit Fundstellen, in der Validierung direkt ableitbar.
Während · Widerspruchs-CheckDie KI erkennt Widersprüche zwischen Antworten über Prüffelder hinweg — wenn eine Aussage in einem Prüffeld einer Aussage in einem anderen widerspricht.
Danach · Exposure-MarktrechercheLive-Recherche zu Markttrends, Regulatorik und Vergleichsdeals, die einzelne Prüffelder zu DD-Hotspots hochstuft.
Gesamt-Readiness 2,58 / 5,0 — 6 von 15 Prüffeldern bereits DD-fähig, 17 von 110 Master-Fragen kritisch. Stärken bei Finanzen und Verträgen, akuter Handlungsbedarf bei Planung und Transaktionsvorbereitung.
Ist-Zustand DD-fähig (Level 3)
✓ Top 3 Stärken
Finanzen3,67
Legal & Verträge3,60
Lieferkette3,50
⚠ Top 3 Lücken
Transaktionsvorbereitung1,17
Planung & Steuerung1,50
Risiko & Resilienz1,62
02 Wo sind die Risiken?
Drei Risiko-Cluster wirken über mehrere Prüffelder hinweg — sie sind die eigentlichen Deal-Breaker, nicht die Einzelbefunde.
🚨 Gründer-Abhängigkeit
Operativer Betrieb und Kundenbeziehungen hängen am Gründer-GF. Kein zweites Führungslevel.
PF9 · PF3 · PF5
🚨 Umsatz-Klumpenrisiko
Top-3-Kunden = 58 % des Umsatzes. Change-of-Control-Risiko beim Verkauf.
PF5 · PF4
⚠ IT-Zeitbombe
Kein Cybersecurity-Konzept, keine Digitalstrategie, Lizenzen unvollständig erfasst.
PF7 · PF12
03 Was ist als Nächstes zu tun?
47 Action Items, priorisiert nach Preisrelevanz und Zeithorizont — die dringlichsten zuerst, vor Prozessstart.
Fünf Prüffelder sind klickbar und zeigen die Master-Fragen mit Bewertung:
VertriebIT, KI & DigitalOrganisation & HRPlanung & SteuerungRisiko & Resilienz
Was der Radar konkret aufdeckt
Drei exemplarische Findings aus dem Assessment — mit Preisrelevanz und Handlungsempfehlung.
Kritisch · Level 1
Key-Man-Abhängigkeit
Kritische Abhängigkeit des operativen Betriebs und der Kundenbeziehungen vom Gründer-Geschäftsführer. Keine Stellvertretung, kein Managementlayer mit eigenständigen Befugnissen.
PrüffelderPF9-01, PF9-02
PreisrelevanzSehr hoch
Behebbarkeit6–12 Monate
Käufer-KonsequenzEarn-Out, Retention-Klauseln
Kritisch · Level 1
Keine Planung & Steuerung
Kein dokumentierter Geschäftsplan, keine Szenarioplanung, keine systematische Budgetierung. Forecast-Accuracy unbekannt. KPI-System fehlt.
PrüffelderPF11-01 bis PF11-04
PreisrelevanzHoch
Behebbarkeit3–6 Monate
Käufer-KonsequenzBewertungsabschlag, lange DD
Handlungsbedarf · Level 1–2
IT & Cybersecurity unzureichend
Kein Cybersecurity-Konzept, keine KI-Strategie, Datenqualität ohne Standards. IT-Systeme nur teilweise integriert.
Das interne Reifebild, verortet im externen Marktkontext: jedes Prüffeld nach interner Stärke × Käufer-Aufmerksamkeit (DD-Hotspot) — abgeleitet aus Branchen-Benchmarks und Markttrends.
Intern stark ▲ · Intern schwach ▼
✓ Stärke sichern
Intern stark · DD-StandardPF8 LieferkettePF14 Legal & VerträgePF2 Governance
KPI-Benchmark im Peer-Vergleich · Maschinen- & Anlagenbau
Kennzahl
Metallwerk Süd
Peer-Median
Delta
EBITDA-Marge
9,2 %
11,5 %
− 2,3 pp
Umsatzwachstum (CAGR 3 J.)
3,1 %
4,8 %
− 1,7 pp
Working-Capital-Quote
24 %
19 %
+ 5 pp
Kundenkonzentration (Top 3)
58 %
31 %
+ 27 pp
F&E-Quote
2,1 %
3,4 %
− 1,3 pp
Was der Exposure-Abgleich zusätzlich liefert
🏭 Branchenkontext
Strukturprofil der Branche, typischer Käuferkreis (Strategen vs. Private Equity), zentrale Werthebel und die üblichen DD-Schwerpunkte des Sektors.
📈 Markttrends Live-Recherche
Aktuelle Branchentrends mit Relevanz für die Equity Story. Jeder Treffer markiert die betroffenen Prüffelder.
⚡ hebt PF5, PF7 → DD-Hotspot
⚖ Regulatorik Live-Recherche
Anstehende regulatorische Änderungen (z. B. Lieferkettengesetz, CSRD), die ein Käufer in der DD prüfen wird.
⚡ hebt PF8, PF13 → DD-Hotspot
🤝 Vergleichsdeals Live-Recherche
Jüngste Transaktionen im Sektor als Referenzrahmen für Käuferkreis und Argumentation — ohne eigene Bewertung.
Der Mehrwert: Das Assessment zeigt, wo das Unternehmen intern steht. Der Exposure-Abgleich zeigt, wo es aus Käufersicht angreifbar ist — und gibt Ihnen die Marktargumente an die Hand, um Stärken zu verteidigen und Schwächen einzuordnen, bevor der Käufer sie zum Preisthema macht.
Fiktive Beispieldaten · Metallwerk Süd GmbH. Markttrends und Regulatorik-Treffer heben einzelne Prüffelder automatisch zu DD-Hotspots hoch (⚡). Der Exposure-Report liefert den Marktkontext — die quantitative Bewertung bleibt beim M&A-Berater.
① Finding
Key-Man-Abhängigkeit
Operativer Betrieb und Kundenbeziehungen hängen am Gründer-GF. Kein zweites Führungslevel.
PF9-02Level 1
→
② Bewertung
Preisrelevanz × Zeithorizont
Sehr hohe Preisrelevanz (Earn-Out, Retention-Klauseln). Behebbar in 6–12 Monaten — also vor Prozessstart adressieren.
Preisrelevanz: HochStart: Sofort
→
③ Action Item
Zweite Führungsebene aufbauen
Konkrete Maßnahme mit Komplexität, Dauer und Startempfehlung — in der Roadmap nachverfolgbar.
Komplexität: Hoch3–6 Monate
Jedes Finding mit Level ≤ 3 durchläuft automatisch diese Kette — aus 110 Master-Fragen werden priorisierte, nachverfolgbare Maßnahmen.
Illustrative Roadmap · Metallwerk Süd GmbH · 6 von 47 Action Items
Handlungspriorität: Hoch (6)
#1 PF9-01Level 1Preisrelevanz: Hoch
Gibt es ein zweites Führungslevel unterhalb der Geschäftsführung?
Ist das operative Geschäft unabhängig vom Gründer/GF?
MaßnahmeNachfolgeplanung Schlüsselpersonen
KomplexitätHoch
Dauer3–6 Monate
StartSofort
#3 PF5-05Level 1Preisrelevanz: Hoch
Besteht eine kritische Abhängigkeit von einzelnen Kunden (Klumpenrisiko)?
MaßnahmeKundenkonzentration reduzieren
KomplexitätHoch
Dauer6–12 Monate
StartSofort
#4 PF11-01Level 1Preisrelevanz: Mittel
Existiert ein dokumentierter, aktueller Geschäftsplan?
MaßnahmeGeschäftsplan erstellen und validieren
KomplexitätMittel
Dauer4–8 Wochen
StartInnerhalb 1 Monat
#5 PF12-04Level 1Preisrelevanz: Mittel
Existiert ein getesteter Business-Continuity-Plan?
MaßnahmeBCP erstellen, Szenarien definieren und testen
KomplexitätHoch
Dauer3–6 Monate
StartInnerhalb 1 Monat
#6 PF15-01Level 1Preisrelevanz: Hoch
Ist der Datenraum vollständig aufgesetzt und befüllt?
MaßnahmeVDR-Struktur aufsetzen & befüllen
KomplexitätNiedrig
Dauer2–4 Wochen
StartSofort
So funktioniert es
Vom Assessment zum Ergebnis
Ein strukturierter Prozess in drei Schritten – managementschonend, vertraulich, ohne Marktsignal.
Schritt 1 · Woche 1
Assessment
Ein geführtes Interview mit dem Management, ergänzt durch KI-gestützte Dokumentenanalyse, die das Assessment aus den Unterlagen vorbefüllt und Widersprüche markiert. 15 Prüffelder, bewertet auf einer 5-stufigen Readiness-Skala. Der Aufwand für den Mandanten: Legt den Betrieb nicht lahm.
Schritt 2 · Woche 2
Diagnose
Jedes Finding wird nach Preisrelevanz und Behebbarkeit eingestuft. Risiken, die über mehrere Prüffelder wirken, werden als Cluster identifiziert. Parallel werden die Ergebnisse mit Branchen-Benchmarks und aktuellen Marktdaten abgeglichen.
Schritt 3 · Ergebnis
Report, Roadmap, Exposure & Datenraum-Check
Was auf dem Tisch liegt: ein Readiness-Profil über alle 15 Dimensionen, eine priorisierte Maßnahmen-Roadmap mit Zeithorizonten, eine VDR-Checkliste mit 97 Dokumenten plus branchenspezifischen Ergänzungen — und ein Exposure-Report, der das interne Reifebild gegen Branchen-Benchmarks, Multiplikatoren-Kontext und aktuelle Markttrends spiegelt (2×2-Angreifbarkeits-Matrix). Besprochen in einem gemeinsamen Strategiegespräch.
Komponenten
Radar-Komponenten
Sechs ineinandergreifende Bausteine — vom geführten Assessment über die priorisierte Roadmap bis zum Exposure-Abgleich.
Assessment-Engine
110 Master-Fragen mit 5-stufiger Readiness-Skala. Accordion-UI, Info-Tooltips mit Käufer-Perspektive und Level-Kriterien. Verifikations- und Diagnosefragen bei Bedarf.
Finding-System & Roadmap
Dynamische Action Items statt statischer Red-Flag-Liste: Level × Preisrelevanz → Priorität (110 Preisrelevanz-Mappings aus M&A-Praxis). Jedes Finding wird zur priorisierten Maßnahme mit Startempfehlung, Dauer und Status-Tracking in der Roadmap.
7 Risiko-Cluster
Einzelne Schwächen sind managebar — in Kombination werden sie zum Deal-Breaker. Sieben Cluster bündeln zusammenwirkende Schwächen über Prüffelder hinweg: Eigentums-Chaos, Gründer-Abhängigkeit, Umsatz-Klumpenrisiko, Compliance-Bombe, Finanz-Blackbox, IT-Zeitbombe, Vertrags-Chaos.
VDR-Checkliste
97 Basis-Dokumente für den Datenraum plus branchenspezifische Ergänzungen aus den Branchen-Profilen.
Branchen-Profile
7 Branchen mit spezifischen Schwerpunkten, Käufer-Fokus-Themen und relevanten Risiken.
Exposure-Engine
Verortet das interne Reifebild im Marktkontext: KPI-Benchmark, Markttrends, Regulatorik und Vergleichsdeals. Die 2×2-Matrix zeigt, wo das Unternehmen aus Käufersicht angreifbar ist.
Nutzen für M&A-Berater
Warum das für M&A-Berater funktioniert
Der Exit Readiness Radar ist primär dafür gebaut, Mandanten strukturiert auf den M&A-Prozess vorzubereiten. Aber er funktioniert auch als Einstieg in die Mandatsanbahnung — für Unternehmer, die noch keinen Berater haben und erst einmal Klarheit über ihren Reifegrad wollen. Und als standardisiertes Diagnostik-Tool für PE-Portfolio-Companies, die Exit-Readiness über alle Beteiligungen hinweg vergleichbar machen wollen.
01
Weniger Überraschungen im Prozess
Strukturelle Risiken werden identifiziert und adressiert, bevor sie in der DD zum Preisargument des Käufers werden. Weniger Last-Minute-Findings, weniger Nachverhandlung.
02
Schnelleres Closing
Vollständige Datenräume, aufbereitete Finanzdaten, dokumentierte Prozesse. Die DD läuft schneller, der Prozess kürzer.
03
Weniger Preisabschläge
Jedes behobene Finding ist ein Argument weniger für den Käufer. Die indikative Bewertung hält besser – der finale Kaufpreis liegt näher am Ziel.
04
Frühere Bindung, höhere Stickiness
Der Berater kann dem Mandanten bereits vor dem Mandat einen konkreten Mehrwert bieten — nicht nur ein Versprechen, sondern ein Ergebnis.
Durchgängiger Prozess
Vom Assessment bis zur Transaktion
Der Radar ist der Startpunkt. Bei Bedarf begleitet cometis den gesamten Weg bis zur Transaktion – komplementär zur Arbeit des M&A-Beraters.
Anschlussfähig an eine Vendor Due Diligence: Belegte Findings, ein befüllter Datenraum und dokumentierte Maßnahmen sind genau die Faktenbasis, auf der eine Vendor DD aufsetzt. Der Exit Readiness Radar strukturiert diese Grundlage vor — das verkürzt die VDD, senkt die Kosten und reduziert das Risiko später aufpoppender Findings. Ein natürlicher Übergabepunkt an den M&A-Berater.
Abgrenzung: cometis macht die Diagnostik, die Vorbereitung und die Kommunikation. Der M&A-Berater macht die Transaktion – Käuferidentifikation, Prozessorchestrierung, Verhandlung, Closing. Kein Scope-Overlap. Auch die Bewertung bleibt beim Berater — der Exposure-Report liefert ausschließlich Marktkontext (Branchen-Benchmarks, Multiples-Kontext, Vergleichsdeals), keine eigene Kaufpreis-Schätzung.
Nächster Schritt
Termin vereinbaren, unverbindlich
Ein kurzes, unverbindliches Erstgespräch: Wir zeigen den Radar an einem konkreten Beispiel und klären gemeinsam, ob er für Ihre Mandate passt.
Schritt 1
Termin anfragen
Schritt 2
Erstgespräch (45 Min.)
Schritt 3
Gemeinsam über ein Assessment entscheiden